Zweitagesfahrt Zwölferhorn

Tolle Fotos von dieser 2 Tages Tour


Bike - Wochenende Osterhorngruppe


In der Morgendämmerung des 6. Oktober 2012 findet sich eine 11-köpfige Bikertruppe (Renate, Brigitte, Petra, Gerald, Roman, Herbert, Peter, Reinhard, Markus, Alfred und Manfred) am Sportplatz in Herzogsdorf ein. Ziel des Wochenendes ist die sogenannte Osterhorngruppe  -Berggebiet südlich des Wolfgangsees - welche auch einen Teil der Salzburger Almentour bildet.

Um etwa 8:30 wird von der Ortschaft Abersee gestartet. Voller Energie und hoch motiviert angesichts des traumhaften Herbstwetters geht es rasch die ersten rd. 600 Höhenmeter auf einer Forststraße bis zur Königsbergalm (ca. 1.200 m). Nun werden die erradelten Meter wieder talwärts nach Hintersee "vernichtet". Kurz durch den kleinen Ort und es beginnt bereits der Aufstieg zur Bergalm. Hier sind rd. 500 Höhenmeter zum Großteil auf einer Forststraße – lediglich im letzten Abschnitt ein Trail mit Schiebepassagen – zu bewältigen.
Etwas vor Mittag wird das Almplateau erreicht. Auf der Sonnenterasse mit herrlichem Panoramablick wird nun eine entsprechende kulinarische wie auch seelische Stärkung vorgenommen. Angesichts dieser Bedingungen hätte die Truppe hier wohl unter Einnahme einiger isotonischer Hopfengetränke den ganzen Nachmittag verbringen können, doch mit einem Blick auf das noch ausständigen Restprogramms – angesagt waren immerhin 65 km und rd. 2000 Hm – war der Aufbruch erforderlich.

Die Fortsetzung der Tour begann mit einer rasanten Abfahrt bis kurz vor St. Koloman. Hier kamen natürlich die Downhiller voll auf ihre Kosten. Frei nach dem Motte "wer bremst verliert" wurden die Bremsbeläge bei so Manchem möglichst geschont, da diese klarerweise bei extremen Anstiegen von größerem Nutzen sind !!??
Kurz vor St. Koloman war der Abfahrtsspuk wieder vorbei und in etwas kontrollierterer Fahrweise ging es nun aufwärts zum Seewaldsee. Die ersten physischen Verschleißerscheinungen machten sich bereits bemerkbar und so wurden immer wieder kleine Zwischenstopps eingelegt, wobei immer öfter die klassische Motivationsphrase "es is eh nimma weit" ins Spiel gebracht wurde.

Schließlich wurde zur besten Kaffee- und Kuchenzeit (ca. 15:00) die Auerhütte am Seewaldsee erreicht. Doch nicht nur unser Team hatte vom traumhaften Bergwetter Wind bekommen, sondern gleich eine ganze Armee an mehr oder weniger bewegungswilligen Wanderern und Spaziergehen hatte es sich auf "unserer" Hütte bereits gemütlich gemacht. Wir konnten uns zwar noch irgendwie einige Sitzplätze freischaufeln, aber an eine Bestellung oder gar an einen Verzerr der so inbrünstig erwarteten Mehlspeise war hier bis in die Abendstunden wohl nicht zu denken. Als dann noch die Nachricht die Runde machte, dass immerhin noch 700 Hm bis zum Nachtquartier auf der Genneralm zurückzulegen sind, wurde die Auerhütte fluchtartig verlassen und die Fahrt fortgesetzt.

Nach der Abfahrt bis in die Ortschaft Voglau war nun endlich auch das Tagesziel, die Genneralm, auf den Wegbeschilderungen ersichtlich. Eine gewisse Erleichterung machte sich breit und so ging es entlang der alten Postalmstraße (Fortstraße entlang des Baches) gemäßigt hinauf. Bei der nächsten Weggabelung wurde nach links eingebogen und so erreichte die Mannschaft mehr oder weniger geschlossen die Ackersbachalm. Von hier konnte man bereits das noch von der Sonne bestrahlte, etwa 300 m höher gelegene Almplateau der Genneralm erkennen. Von hier an musste nun jeder seinen eigenen Schweinehund überwinden und sich bis zum Ziel durchschlagen.
Es wurden alle Register gezogen. So versuchte Herbert, etwas angeschlagen im Knie, eine zeitsparende Abkürzung über den Wanderweg anstelle des Forstweges. Petra wiederum wurde von einem herannahenden Tiger derart gepuscht, dass sie sich nicht einmal Zeit für ein Panoramafoto mit ihrem Liebsten nahm, sondern diesem einfach das Hinterrad zeigte.

Wie auch immer, zwischen 17:30 und 18:00 war das Team auf der Poschn Hütte der Genneralm wieder vereint und glücklich die 65 km und rd. 2. 500 Hm hinter sich gelassen zu haben. Frei nach Hans Rosenthal – ich bin der Meinung das war Spitze!!!!!!!!!!!

Jetzt geht´s los!
Einem gemütlichem Hüttenabend stand jetzt nichts mehr im Wege. Eine urige kleine Hütte, Kaminfeuer, nette Wirtsleute, super Essen, genügend Flüssigkeit und natürlich eine perfekte humorvolle Bikertruppe. Doch das absolut mega geilste – kein Handy Empfang! Keine abartigen Klingeltöne und kein Internetzugriff – es gibt sie also doch noch, diese paradiesischen Flecke!
Unter diesen Rahmenbedingungen hielten wir trotz der vorangegangenen Anstrengungen locker bis nach Mitternacht durch und konnten somit auch noch den Geburtstag unserer Tigerlady Petra am 7. Oktober gebührend feiern.

Der Tag danach!
Nach einem ausgiebigen Frühstück machte sich die Truppe auf den Weg zum Zwölferhorn. Leider hatten die Wetterfrösche mit ihrer Prognose recht und eine Schlechtwetterfront hatte das Traumwetter vom Vortag abgelöst.
Vorerst noch ohne Regen ging es talwärts Richtung Hintersee. Nach der Gruberalm wurde der Weg Richtung Schafbachalm eingeschlagen, welche auch nach ca. 1 Stunde erreicht wurde. Nun drehte sich unsere Fahrschleife bereits Richtung Zwölferhorn und es kam wie es kommen musste, der Regen begann einzusetzen. So schnell es ging retteten wir uns auf die Sausteigalm, welche direkt an der Gondelbahn zum Zwölferhorn liegt. Hier wurde einmal Zwischenstation gemacht und die weitere Wetterentwicklung abgewartet.

Bald war allerdings klar, dass eine echte Wetterbesserung in den nächsten Stunden nicht zu erwarten ist, das Zwölferhorn und der Wolfgangsee waren in dicke Wolken eingehüllt und nur hin und wieder sporadisch zu erkennen.
Es wurden alle Regenschutzutensilien aus dem Rucksack hervorgeholt und über einen anspruchsvollen Singletrail ging es retour Richtung Abersee. Nach einem kleinen, aber glimpflich verlaufenden Ausrutscher von Alfred, und einer anschließenden fahrtechnischen Belehrung, erreichte die gesamte Mannschaft wieder den Ausgangspunkt.
Nachdem Gerät und Körper versorgt wurden ging es noch zum Mittagessen ins Gasthaus Zinkenbachmühle direkt beim Parkplatz. Anschließend wurde die Rückfahrt ins gelobte Hügelland vorgenommen.

Alles in allem eine sehr gelungene Tour die wirklich alles geboten hat und bei der der Spaßfaktor sicherlich nicht zu kurz gekommen ist!
 


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