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GARDASEE 2015 – Union Herzogsdorf/Neusserling – Sektion Rad

3.6. – 7.6.2015

 

Teilnehmer:

Gierlinger Peter, Hinterkörner Robert, Lackner Markus, Kepplinger Martin, Luger Gerald, Mahringer Leopold, Mahringer Manfred, Pichler Herbert, Pühringer Wolfgang, Schwarzbauer Stefan

 

Tourdaten:

 

 

Tourenbeschreibung:

 

3.6.2015

Nach der Anreise (Abfahrt 6:00, Ankunft ca. 14:00 – unglaubliche LKW-Kolonne vom großen „Deutschen Eck“ bis Innsbruck!) geht es für die 10 Mann starke Truppe (durch den Ausfall von Flo Erlinger ist die Fußball 11 nicht ganz komplett!) zum Hausberg auf den Monte Brione. Bei Temperaturen über 30 ° C werden die praktisch druckfrischen neuen Bikerdressen auf ihre Schweißtauglichkeit geprüft. Die gebotene Rundumaussicht entlohnt allerdings für die Anstrengung!

Nach der Abfahrt lotst uns der Garmin – genannt Edge obwohl er eigentlich Oregon heißt –durch Arco und Riva zum Aufstieg zur Bastione von Riva. Frei nach dem Motto „Servus die Wadln“ ist ein enorm steiler betonierter Rampenanstieg zu bezwingen (bis zu 27 %). Auf der Burg angekommen wird gerastet, geknipst oder einfach nur die Aussicht zur Promenade von Riva genossen.

Im Sturzflug runter nach Riva! Das erste Weizen in Riva direkt am See, weiter zum Campingbuffet mit den immer noch einladenden Kunststoffstühlen und schließlich ab ins Hotel Santoni zum Stammtisch.

 

 

4.6.2015

Auf dem Speiseplan steht heute der Passo Bordale, von manchen auch liebevoll als „Passo Brutale“ bezeichnet.

Wir gleiten bei sommerlicher Hitze über den Radweg bis nach Arco. Von hier geht es über mäßig steiles Gelände mehr oder weniger immer ansteigend bis zum Passo San Barbara. Bei der Wasserstelle eines geschlossenen Lokals wird ein Mittagspicknick abgehalten und die rauchenden Köpfe werden im wahrsten Sinne abgekühlt, auch jener von John Wayne, der bei den Anstiegen seinen Radhelm gegen einen Cowboyhut wechselt.

Nach der physischen und mentalen Stärkung reitet die Truppe mit ihren Carbon Gäulen (echte Männer reiten auf Alu !!) die letzten Meter hoch zum Passo Bordale. Beim nahegelegenen Rifugio Samator werden die durstigen Kehlen mit Weizenbier versorgt.

Im flotten Galopp geht es runter nach Nago, wobei beim letzten Trail alle aus dem Sattel müssen und ihre bereiften Gäule zu Fuß talwärts begleiten. Direkt in Torbole werden die Pferde versorgt und die edlen Reiter kühlen sich im Gardasee ab.

Was fehlt noch zum Glück? Weizen – zuerst am Strand, dann am Stammtisch im Hotel!

 

 

5.6.2015

Die Königsetappe steht auf dem Programm – der Monte Caplone!

Im letzten Jahr mussten wir diese Etappe aufgrund der Witterungsverhältnisse (unüberwindbare abschüssige Schneefelder!) noch abbrechen. Doch diesmal gibt es kein zurück. Mit den Messern zwischen den Zähnen gehen die 9 Glorreichen an den Start (Poldi zog es vor im Basislager zu verweilen!)

So wie im Vorjahr lassen wir uns mit einem Bikeshuttle schon um 8:00 ca. 35 km ins Hinterland nach Storo bringen.

Wieder war es der bereits bekannte Captain Jack Sparrow der mit seiner Black Pearl anrückte und uns entsprechend musikalisch umrahmt zum Ausgangspunkt brachte, denn er nun mittlerweile auch kannte.

Zuerst ein flacher Radweg zum Aufwärmen und dann gehts zur Sache. Über ein schmales Asphaltband und schließlich über Schottergelände geht es bis zum Bocca de Caplone auf rd. 1.775 m. Hier haben wir bereits über 1.300 Höhenmeter in den Beinen.

Auch heute ist die sommerliche Hitze ein echtes Kriterium doch der Garmin leitet John und seine Männer unermüdlich über die schroffen Berghänge weiter. Dieses Mal sind keine Schneefelder vorhanden und so können die schwierigen Passagen, zwar mit viel Schweiß aber doch sicher, absolviert werden. Nach den vielen Höhenmetern stürzen wir uns vorerst wieder in die Tiefe. Wasser wird getankt, bei dieser Hitze absolut notwendig, ein Wasserfall wird bestaunt und dann werden die doch schon etwas abgekämpften Körper noch bis zum Restaurant beim Tremalzo hochgepeitscht. Über 2.000 Höhenmeter sind nun abgehakt.

Beim Klassiker – Weizen – wird durchgeschnauft und die weitere Vorgangsweise abgesprochen. Wie nicht anders zu erwarten, beschließen die echten Kerle die geplante Route über den Bocca Caset und San Martino nicht zu verlassen und weitere gut 200 Höhenmeter aufzusaugen.

Alles läuft nach Plan – lediglich John Wayne mit seinen unzähligen Pannen bzw. durch seine Vorliebe für fünffach geklebte Schläuche bringt das eingespielte Werkteam kurzfristig etwas aus dem Konzept. Aber was solls, wir kommen am Ledrosee vorbei und schießen über die Ponale nach Riva hinunter. Über ein Menschengewühl geht es den Strand des Gardasees entlang ins Hotel. Gleich beim Eintreffen der Gelbhemden werden hier die Tische und Sessel in Position gebracht – Weizen, Chips, Sonne, Handys, sinnbefreite Gespräche – das Leben kann so schön sein.

Zur Belohnung wurden wir nach der Körperpflege von unserem Restaurant Gide Poldi über einen gefühlten dreistündigen Fußmarsch (tatsächlich 10 min.) noch zu einem sehr netten Restaurant am Rande von Torbole geführt. Perfecto!!

 

6.6.2014

Der letzte Radtag wird mit einer sogenannten „Lulutour“ abgeschlossen.

San Govanni, Tennosee und Malga Campa sind die Bestandteile des letzten Raddinners.

Poldi ist heute wieder mit von der Partie, während sich Robert aufgrund einer leichten Erkrankung eine Pause gönnt.

Über Nago geht es nach Arco und der Garmin führt uns über einige ganz und gar nicht Luluanstiege entlang. Noch dazu die schweißtreibenden Temperaturen!

Aber die Truppe bleibt cool und radelt entspannt das schwarze Band zum San Govanni hoch. Hier ist der Großteil der Tageshöhenmeter erreicht und bei einem Weizen können alle ihre Akkus aufladen.

Im Nu sind wir am türkisgrünen Tennosee angekommen.  Die aufgeheizten Körper werden abgekühlt, wieder verpackt und anschließend wird die letzte Steigung zur Malga Campa absolviert. Über einen schönen Flowtrail geht es zum letzten Mal runter nach Riva. Nun noch das übliche Programm abspulen – Campingresti, Hotel, Körperpflege, Lederhose, Essen, Windsbar, Championsleague-Finale, etc...

Alles wird gut!

 

 

7.6.2014

Rückreisetag.

10 Mann mit Gäulen und Gepäck reiten gesund zurück ins Mühlviertel!

Danke an das gesamte Team!!

 

PS:

Vorsicht Rennradfahrer! John Wayne ist wieder im Lande!